Am 13. Dezember starteten 4 Mitglieder der Bernina Fighters ihre Odyssey in den Norden. Da jeweils die «Starting Six» an der WM ausgerufen werden, dachten sie sich, da lassen wir uns nicht lumpen und wurden so am Flughafen Zürich als «Last Four» auch gebührend angepriesen.
Der Flug ging nach Kopenhagen, von dort aus ist es nur noch ein Katzensprung über eine Brücke nach Malmö.
Kurz die Tasche im Hotel gelagert ging es gleich in die Malmö Arena, welche ein Fassungsvermögen von knapp 13`000 Plätzen hat. Ganz untypisch der Schweiz, liess die Enttäuschung nicht lange auf sich warten und nach einem schwachen Auftritt der Schweiz und einem beherzten der Letten, gingen die Männer vom Baltikum siegreich aus der Verlängerung. Die Schweiz nicht im Halbfinale… unvorstellbar. Auch das extra für den Arena-Innenraum abgeschwächte Bier (3.5%) vermochte den Schock nicht stillen.

Als kleine Wiedergutmache durften wir aber den Leckerbissen Finnland – Norwegen miterleben, welcher sich als unterhaltsamstes Spiel ausserhalb des Finals hinausstelle. Dem Abendspaziergang und Beizenerkundung folgte der Schlummi in der Lobby und es wurde einstimmig bestimmt, Kräfte für den zweiten Tag zu sammeln.
Noch nicht ganz überzeugt, dass das gestrige Spiel effektiv geschehen war, wagten wir uns an das herrliche Morgenbuffet im Clarion. Das Programm musste umgestellt werden, da die Platzierungsspiele (5 – 9 Platz) in der Baltikum Hallen anstatt in der Malmö Arena stattfanden. Degradiert in die Arena für die «Kleinen» war die Stimmung umso besser und es folgte ein eindrücklicher Erfolg gegen die müden Norweger (6:0). Für die Halbfinalspiele vollzogen wir den Hallenwechsel und erlebten besonders beim Schweden – Tschechien Spiel, was Sverige für Unterstützung mobilisieren konnte. Die gelbe Wand rivalisiert vielleicht noch nicht ganz die des BVB, im Unihockey wird es aber schwierig diese zu überbieten. Schweden qualifizierte sich ohne grosse Mühen für den Final.
Die Letten schlichen sich mit ihrer unglaublichen Kampfkraft und Willen in unsere Herzen und der Halbfinal gegen die Finnen löste grosses Wettbieten aus. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel wurde durch den schlussendlich siegreichen Wettbietenden eine emotionale und wirkende Kabinenansprache an die Finnen gehalten, so zumindest seine Erzählungen und die Finnen gingen sogleich mit einer 7:0 aus dem zweiten Drittel in die Kabine. Die Letten vermochten nicht mehr die Energie für eine entscheidende Antwort aufbringen und so war die Märchengeschichte dieser im Halbfinal beendet und der Weg Richtung Hotel angetreten. Einem kurzen Stossgebet an den Bischoff wurde erbracht und er segnete uns zum Abschluss des zweiten Abends mit gutem Bier und Gin.
Am Sonntag, dem dritten und letzten Tag stand die Entscheidung vor uns, ob der kleine Final oder das Platzierungsspiel der Schweizer um den fünften Platz begutachtet werden soll. Wir kamen für die Schweiz und sagten so auch in schlechten Zeiten unsere Unterstützung für sie zu. Es folgte ein hadriges Spiel gegen die motivierten Slowaken, welches durch ein Doppelschlag im dritten Drittel und einer starken Torhüterleistung mit 6:3 gewonnen werden konnte. Da die Abflugzeit mit dem letzten Drittel des Finalspiel korrespondierte, konnten wir dieses nur auf der Startbahn, anstatt in der Halle mitverfolgen. Ein verrücktes Spiel, bei welchem die Finnen ein 0:4 auf ein 4:4 in der regulären Spielzeit kehrten und dann sogar in der Verlängerung sich den Weltmeistertitel sicherten.
Nun wieder zurück im Heimatland konnte gehörig Inspiration für zukünftige Trainings geschöpft werden und wir können auf eine tolle und schöne Reise zurückblicken.


